Wer ist die FWG?

Menschen, die erstmals von der Freien Wählergemeinschaft Bedburg e. V. hören, fragen oft: wer ist diese FWG und welche politische Ausrichtung hat sie? Diese Fragen wollen wir hier beantworten.

Die FWG ist ein 2004 gegründeter politischer Verein, der ausschließlich in und für Bedburg politisch aktiv ist. Bewusst wurde die FWG als eingetragener Verein und nicht als politische Partei gegründet. Der Verein fand damals schnell Aufmerksamkeit in Bedburg und schaffte nach nur viermonatigem Bestehen den Einzug in den Rat der Stadt Bedburg mit vier Sitzen. Die Zahl der Mitglieder wuchs stetig und es kamen Menschen aus allen Altersklassen zur FWG. Viele von ihnen waren vorher nicht politisch aktiv, wollten sich aber in die Bedburger Politik einbringen, ohne einer Parteiideologie zu unterliegen. Geprägt wurde die FWG vor allem durch die pragmatische, bürgernahe und bodenständige Arbeit von Leonhard Köhlen, einem der Gründer und die langjährige Spitze des Vereins und der Fraktion, bis zu seinem plötzlichen Tod im Jahr 2013.

Bei der Wahl 2009 wurden sechs Sitze erreicht. Zunächst in der Rolle der Opposition, gelang es mit der Kommunalwahl 2014 und erneut sechs Sitzen, die in Bedburg seit den 90er-Jahren bestehenden Mehrheitsverhältnisse zu ändern, wodurch die FWG zum Mehrheitsentscheider wurde. Dennoch ging die FWG keine Koalition ein, da ein solch starres Konstrukt in einer sich schnell verändernden Welt die Handlungsfähigkeit nur einschränkt. Außerdem war die FWG maßgeblich daran beteiligt, dass 2014 der damalige Bürgermeister abgewählt wurde und Sascha Solbach neuer Bürgermeister wurde, um frischen Wind in dieses Amt zu bringen. Der 2014 geschaffene Slogan „Wahrheit, Klarheit, Transparenz“ ist seitdem vielen Menschen im Gedächtnis geblieben: die Bedburger Politik wurde damals aus dem Hinterzimmer in die Öffentlichkeit geholt und die Bedburger Bürgerinnen und Bürger in viele Prozesse eingebunden, was vorher kaum der Fall war. Der von der FWG stark befürwortete Ratsbürgerentscheid 2013 war das erste Signal des Wechsels hin zu einer stärkeren Bürgerbeteiligung in Bedburg.

Wie heutzutage leider häufiger der Fall, werden auch einige Ratsmitglieder der FWG in den sozialen Medien massiv beleidigt und sogar bedroht. Allerdings sind diese Online-Kommentatoren nur im Schutze ihres dunklen Kämmerleins stark, wo sie im Internet ihre Hetze verbreiten, und scheuen eine Diskussion von Angesicht zu Angesicht, die wir jedoch bevorzugen. Klar ist in der FWG daher, dass radikale und extremistische Positionen keinen Platz haben. Ebenso spielen religiöse Zugehörigkeit, Hautfarbe, sexuelle Orientierung und Herkunft in der FWG keine Rolle. Bei uns kann jeder Mensch mitmachen, der die freiheitlich-demokratische Grundordnung lebt. Rassismus und jegliche Art von Populismus gibt es in der FWG nicht. Im Gegenteil soll Bedburg jedem, der friedlich und offen ist, eine Heimat bieten können.

Die FWG ist aufgrund ihrer Vereinsstruktur nicht von übergeordneten Gremien auf Kreis-, Landes- und Bundesebene abhängig und nur für Bedburg aktiv. Allerdings ist die FWG seit vielen Jahren Mitglied bei Mehr Demokratie e. V. und setzt sich dort für die Stärkung von demokratischen Prozessen und Bürgerbeteiligung ein. Dies wirkt sich bis in die politische Arbeit aus: ein besonderes Merkmal der FWG ist der fehlende Fraktionszwang. Jedes unserer Rats- und Ausschussmitglieder ist nur seinem Gewissen und seiner Moral verpflichtet.

Unsere Fraktionssitzungen, wo die Rats- und Ausschusssitzungen vorbereitet werden, sind grundsätzlich öffentlich, außer bei nichtöffentlichen Inhalten, die z. B. Dritte wie Vertragspartner betreffen. Wir tagen häufig donnerstags ab 20 Uhr im Bürgerzentrum in Kirchtroisdorf (Heinsberger Straße 5), sind aber jederzeit telefonisch oder über das Internet ansprechbar. Wer Interesse an der politischen Arbeit in Bedburg hat und die Zukunft der Stadt mitgestalten will, kann gerne bei uns vorbeikommen oder sich melden.

(Fotos: C. Löffler, N. Kappes)