Planungen für das ehemalige Zuckerfabriksgelände: Mut statt Hochhaus-Hysterie

Über Geschmack kann man bekanntlich streiten, aber nicht über…

…den Bau einer dringend benötigten Grundschule mit zwei Hallensportstätten,
…einen weiteren großen Kindergarten, der die Kinderbetreuungsplätze bietet, die die Stadt Bedburg dann entsprechend den gesetzlichen Vorgaben anbieten muss, und somit für weitere Familien eine Betreuung vor Ort geboten wird,
…ein attraktives Ärztehaus, das Fachärzte nach Bedburg ziehen wird,
…ein breites Spektrum von etwa 400 Arbeitsplätzen, u. a. in Kinderbetreuungs-, Ärzte- und Pflegeeinrichtungen sowie Freizeit-, Gastronomie- und Hotelbetrieben,
…Arbeitsplätze, wo Mütter und Väter ihrem Beruf in unmittelbarer Nähe von Kindergarten und Grundschule nachgehen können, ob im Home-Office oder bei einem Arbeitgeber der dort entstandenen Arbeitsplätze,
…Stärkung und Belebung der bestehenden Bedburger Gastronomie, Einzelhandels- und Gewerbebetriebe durch neue Mitbürger/-innen, weil weitere 3.000 Menschen auch vor Ort Artikel des täglichen Bedarfs vorfinden wollen und sollen,
…neue Mitbürger/-innen, die unsere Feuerwehren, Vereine und Schulen stärken und deren Existenz sichern,
…neue Veranstaltungsstätten, die unserem Kulturleben neue Möglichkeiten eröffnen und besonders unseren Karnevalsgesellschaften noch geeignetere Räumlichkeiten für ihre Veranstaltungen bieten,
…die Schaffung von durchmischtem Wohnraum für nahezu alle Sozial- und Einkommensschichten, womit soziale Brennpunkte ausgeschlossen sind.

Bedburg wird damit wieder ein Stück Heimat zurückgebracht: wo früher Menschen arbeiteten und nach dem Abriss der Zuckerfabrik nur eine Industriebrache übriggeblieben ist, können in Zukunft Menschen wohnen, leben und arbeiten. Wer noch ein paar Daten benötigt:

– Die Kirche St. Lambertus in Bedburg hat bis Turmspitze eine Höhe von ca. 65 m, die etwa der Höhe eines 20-stöckigen Gebäudes entspricht.
– Die Höhen der drei höchsten abgerissenen Zuckerfabriksilos waren je ca. 40 m, die beiden Kamine waren noch höher.
– Die Höhe eines 13-stöckigen Hochhauses mit Flachdach beträgt ca. 40 m.

Außer der FWG hat niemand der Verwaltung und dem Investor aufgezeigt, welche mittel- und langfristigen finanziellen Risiken auf unsere Stadt in Zukunft zukommen können. Deswegen haben wir eine weitere positive Begleitung des Projektes davon abhängig gemacht, dass diese Risiken ausgeschlossen oder zumindest garantierte Sicherheiten geschaffen werden. So wird z. B. der unsichere Grund durch einen Bodentausch massiv verbessert. Nach dem derzeitigen Stand werden alle von der FWG aufgezeigten Risiken durch Schutzmaßnahmen seitens des Investors vertraglich und für uns nachvollziehbar abgesichert.

Wer trotz aller Verhandlungen und positiver Ergebnisse noch gegen diese Planungen ist, spielt den Totengräber von Bedburgs Zukunft, gerade in Zeiten des unumgänglichen Strukturwandels. Dem Druck der Veränderungen mit Sturheit und Angstmacherei zu begegnen, ist fahrlässig und unverantwortlich. Es sind stattdessen neue, mutige Konzepte und Lösungen gefordert. Für ähnlich große Wohnprojekte, selbst in den benachbarten Großstädten wie Köln oder Düsseldorf, werden Investoren für eine Umsetzung gesucht. Bedburg ist da schon viel weiter und kann einen großen Investor vorweisen. Gerade im Hinblick auf den Wohnungsmarkt gilt es, diesen Vorsprung zu nutzen und neuen Wohnraum sowie neue Infrastruktur zu schaffen.

Die FWG ist offen für die Planungen für das ehemalige Zuckerfabriksgelände und auch für weitere zukunftsorientierte Projekte, die die Stadt voranbringen und sie gut aufstellen. Wir bleiben dabei – wie immer – kritisch und konstruktiv und wollen die Bedburger Bürger/-innen beteiligen, so umfangreich es geht.

(Foto: W. Merx)

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