Pfarrer-Bodden-Straße: Verfahren geht weiter – offene Fragen müssen jetzt geklärt werden

In der Sondersitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 26. März wurde über den überarbeiteten Entwurf für das Baugebiet an der Pfarrer-Bodden-Straße beraten.

Mit 8 zu 7 Stimmen wurde beschlossen, das Bebauungsplanverfahren fortzuführen. Der Beschluss wurde mit den Stimmen von SPD, FWG, Grünen und Linken angenommen. CDU und AfD lehnten den Einstieg in das Verfahren ab.

Für uns als FWG ist klar: Der neue Entwurf ist deutlich besser als die ursprüngliche Planung – aber er ist noch nicht fertig.

Bereits im vergangenen Jahr haben wir den ersten Entwurf abgelehnt. Damals waren 151 Wohneinheiten vorgesehen, die Bebauung war zu dicht und passte aus unserer Sicht nicht zu Kirdorf.

In den vergangenen Monaten haben viele Bürgerinnen und Bürger – insbesondere die Aktionsgemeinschaft Pfarrer-Bodden-Straße – ihre Kritik und ihre Vorschläge eingebracht. Diese Hinweise haben wir ernst genommen und in unsere politische Arbeit aufgenommen.

Der neue Entwurf greift viele dieser Punkte auf. Er sieht weniger Wohneinheiten, mehr Grün- und Freiflächen sowie eine deutlich aufgelockerte Bebauung vor. Ziel muss ein Wohngebiet mit dörflichem Charakter bleiben – nicht eine möglichst dichte Ausnutzung der Fläche.

Trotzdem bleiben wichtige Fragen offen:

  • Wie entwickelt sich der Verkehr?
  • Wie kann der Schulweg zwischen Pfarrer-Bodden-Straße und Theodor-Heuss-Straße sicher erhalten werden?
  • Welche Konsequenzen ergeben sich aus den Erfahrungen beim Starkregen- und Hochwasserschutz?
  • Wie entwickelt sich die Infrastruktur insgesamt?

Genau deshalb war die jetzige Entscheidung notwendig.

Mit dem Aufstellungsbeschluss wird das Baugebiet nicht endgültig beschlossen. Vielmehr beginnt jetzt erst das eigentliche Bebauungsplanverfahren. Erst dadurch können die notwendigen Gutachten zu Verkehr, Schulweg, Infrastruktur, Entwässerung und Starkregen erstellt werden.

Wer den Einstieg in das Verfahren ablehnt, verhindert auch, dass diese Fragen fachlich untersucht und beantwortet werden.

Deshalb haben wir dem nächsten Planungsschritt zugestimmt: Nicht, weil bereits alles perfekt ist. Sondern weil wir wollen, dass die offenen Punkte jetzt sauber geprüft und die Sorgen der Anwohnerinnen und Anwohner weiter berücksichtigt werden.

Wir bleiben bei unserer klaren Linie:

Wohnraum ja – aber mit Augenmaß.

Entwicklung ja – aber nicht gegen die Menschen vor Ort.

Und keine Entscheidung ohne nachvollziehbare Gutachten und echte Beteiligung.

Für uns gilt: Nicht blockieren, sondern verbessern.

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