Radfurt bleibt unvollständig, Situation unsicher

In der gestrigen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses stand die von der FWG beantragte Vervollständigung der Fahrradfurt auf der Albert-Schweitzer-Straße in Kaster zur Entscheidung.

Bekanntlich wird dort die Fahrradfurt – ohne erkennbaren Grund – unterbrochen. Radfahrerinnen und Radfahrer in Richtung Bedburg müssen hier die sichere Furt verlassen und wegen dort parkender Fahrzeuge in den fließenden Verkehr einbiegen. Die FWG hatte gefordert, die Markierung durchgängig aufzubringen und so das dortige Parken und die daraus entstehenden Gefahrensituationen zu unterbinden, zumal sich auf der anderen Straßenseite ein sehr großer und kostenfreier Parkplatz und auf der Straße ein Fußgängerüberweg befinden. Auch aus der Bevölkerung kam großer Zuspruch, da es nicht schwer sei, „drei Striche auf die Straße zu pinseln“.

Wie genau diese fragwürdige Situation seinerzeit entstanden ist, konnte – oder wollte – die Verwaltung nicht aufklären, sie wird bloß als „Einzelfalllösung“ bezeichnet. Bei der entscheidenden Abstimmung stimmten die Vertreter der CDU erwartungsgemäß für die Beibehaltung der aktuellen Situation, da sie bekanntlich in der damaligen Zeit unter ihrer Verantwortung geschaffen wurde und eine geschlossene Fahrradfurt an dieser Stelle angeblich ein höheres Gefahrenpotential bieten würde. Der Vertreter der Grünen folgte dem Antrag und stimmte gemeinsam mit den Vertretern der FWG dafür. Vier Vertreter der SPD stimmten gegen die Vervollständigung der Fahrradfurt, ein Vertreter enthielt sich. Somit wurde der Antrag mehrheitlich abgelehnt.

Sollte die SPD also in Zukunft den Begriff „fahrradfreundlich“ nochmals in den Mund nehmen, wäre das blanker Hohn. Ihr politisches Ziel der „fahrradfreundlichen Stadt“ scheint damit erst einmal verschwunden zu sein, die FWG wird sich dennoch weiter dafür einsetzen.

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