Verkehrsberuhigung in der Kolpingstraße

Die Kolpingstraße in Blerichen entspricht verkehrstechnisch nicht den Anforderungen des heutigen, geschweige denn zukünftigen Verkehrsaufkommens. Die Probleme werden im weiteren nördlichen Verlauf über Bahnstraße und Neusser Straße nicht weniger. Insgesamt muss man feststellen, dass es bisher keine universelle Lösung für den dortigen Straßenverkehr gibt. Die zuletzt beschlossene Maßnahme, die Kolpingstraße testweise für ein Jahr für den Durchgangsverkehr weitestgehend zu sperren, ist drastisch und kontrovers.

Innerhalb der FWG ist dieses Vorhaben umstritten, da es Blerichen und Kirdorf für den motorisierten Verkehr künftig voraussichtlich nur noch über die Adolf-Silverberg-Straße und die Grubenrandstraße L361 mit der Innenstadt verbindet. Dennoch steht hier die Sicherheit der AnwohnerInnen der Kolpingstraße im Vordergrund. Darauf beruht der Entschluss für ein Reallabor, in dem die Verteilung des Verkehrs auf die anderen Straßen nachverfolgt und die Effektivität dieser Maßnahme bestimmt werden. Dazu sind kontinuierliche Messungen des Verkehrsaufkommens, Unfallzahlen, Polizeikontrollen und Rückmeldungen der Bürgerschaft usw. notwendig, um gegebenenfalls das Vorhaben vorzeitig abzubrechen, wenn sich z. B. ein Unfallschwerpunkt entwickeln sollte.

Für die FWG ist diese Maßnahme nicht die letzte. Es gilt, weiterhin an Lösungen zu arbeiten und passende Maßnahmen mitzugestalten. Ein erster Schritt ist aber nun getan. Wir sind gespannt, wie sich die Situation entwickelt, und werden wie gewohnt berichten.

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Ein Gedanke zu “Verkehrsberuhigung in der Kolpingstraße

  1. E.Sadlowski

    Ich habe einen alternativen Vorschlag für die geplante Schließung der Kolpingstraße für den Durchgangsverkehr. Anstatt diese nur noch für Anwohner freizugeben und ortsnahe Bürger über die Adolf-Silverberg-Str. zu leiten, halte ich für eine einseitige Sperrung für sinnvoller, d.h. eine Einrichtung einer Einbahnstraße vom Eselsmarkt bis zum Beerdigungsinstitut Meuter (also erlaubt: Kirdorf –> Richtung Bahnhof.)

    Ich sehe dabei folgende Vorteile:

    1. Die Anwohner-Belastung wird 50:50 gerecht verteilt: Der Hinverkehr läuft über Kolpingstraße (und Umgehungsstraße), der Rückverkehr über Adolf-Silverberg-Str. (und Umgehungsstraße).

    2. Die Gefährdung des Schulwegs, der vorwiegend auf der Adolf-Silverberg-Str. verläuft, würde dementsprechend deutlich geringer ausfallen.

    3. Die Akzeptanz / Zufriedenheit der Beteiligten – Anwohner als auch Autofahrer – dürfte deutlich höher ausfallen.

    4. Die Unternehmen auf der Bahnstraße würden nicht vom Kundenstamm abgeschnitten. Das betrifft vor allem die Unternehmen mit vergleichbaren Mitbewerbern im Bedburger Norden, auf die die umgeleiteten Verkehrsteilnehmer ausweichen würden; Das sind einige kleinere Betriebe (Imbisse, Kiosk, Reifen-, Gebrauchtwagenhändler, etc.). Aber vor allem der Globusmarkt dürfte beim derzeitigen Vorhaben deutlichere Einbußen hinnehmen müssen.

    5. Die polizeiliche Kontrolle der Regelverstöße würde entfallen: Wo Anwohnerstraßen noch häufig unberechtigt befahren werden, werden Verkehsteilnehmer wohl eher nicht gegen die Fahrtrichtung einer Einbahnstraße fahren.

    Einzige Notwendigkeit / Voraussetzung wäre, die Buslinie auf dem Rückweg ebenfalls über die Adolf-Silverberg-Str. zu leiten und die bisherige Haltstelle beim Bauernhof Henseler wenige Meter bis zum Getränkemarkt Richtung Glesch zurückzuverlegen.

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